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Mechanische Fügetechnik
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Mechanisches Fügen oder Fügen durch Umformen

Beim Fügen durch Umformen werden Fügeteile oder Hilfsfügeteile örtlich oder ganz umgeformt, wobei die Verbindung im Allgemeinen durch Formschluss gegen Lösen gesichert ist. Die Umformkräfte können bei diesen Fügeverfahren mechanischer, hydraulischer, pneumo-hydraulischer, elektromagnetischer, elektromechanischer oder anderer Art sein.

Das Fügen durch Umformen wurde bereits von den Griechen vor 2.500 Jahren eingesetzt, um gegossene Bronzestücke mit Hilfe von Nieten zu einer Statue zusammenzusetzen. Waffen (z. B. hölzerne Lanzen mit Speerspitzen, Helm einer Rüstung), Schmuck (z.B. Reifen und Ketten aus Gold, Schnallen aus Bronze, Gürtel aus Leder) und Gegenstände des täglichen Verbrauchs (z. B. Griffe an Bronze-Behältern oder Spiegeln) wurden seit der Bronzezeit mit Hilfe von Voll- oder Hohlnieten sowie durch Falzen und Bördeln zusammengesetzt oder verziert.

Mit Beginn des Industriezeitalters wurde das Nieten und Falzen zur Herstellung von Dampfkesseln (z. B. stationär bei Dampfmaschinen im Bergbau oder mobil bei Lokomotiven der Eisenbahn) eingesetzt; später wurde das Einsatzgebiet auf den Maschinenbau (z. B. Kranbau), den Schiffbau und speziell das Nieten auf den Stahl-, Brückenbau erweitert.

In den letzten Jahren haben sich durch die Entwicklung höher- und hochfester Stahlwerkstoffe sowie Einsatz neuer Oberflächenveredelungen im Rahmen des Leichtbaus innovative Fügetechniken ergeben, die die wärmearmen, umformtechnischen Fügeverfahren mit dem Kleben kombinieren. Bei der Kombination von Nieten, Clinchen und Kleben wird auch von Hybridfügeverfahren gesprochen.