DVS Arbeitsgruppe V 8.2 „Haftklebebänder”
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Arbeitsgruppe V 8.2 „Haftklebebänder”
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3. Juli 2018 in Düsseldorf 
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Doppelseitiges Haftklebeband (Quelle: Lohmann GmbH & Co. KG)
Haftklebstoffe und Haftklebebänder werden in der Industrie und im privaten Bereich in großem Umfang eingesetzt. Ihre Vorteile haben zu einer umfangreichen, branchenübergreifenden Anwendung mit vielfältigen Einsatzgebieten beispielsweise in der Automobilindustrie, im Baubereich, bei der Herstellung von Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik und von Haushaltsgeräten geführt. Haftklebstoffe sind durch ihre viskoelastischen Eigenschaften gekennzeichnet, die wesentlich ihre spezifische Nutzung bestimmen.

Ihr entscheidender Vorteil gegenüber allen anderen Klebstoffen ergibt sich aus dem einfachen Fertigungsprozess, da Haftklebebänder „vorgefertigte“ Klebstoffsysteme darstellen. Durch den Auftrag der Haftklebstoffe auf Trägermaterialien besteht der Klebprozess in der Applikation des Haftklebebandes und bei doppelseitigen Klebebändern im Fügen der zu verbindenden Substrate.

Charakteristisch ist die mit diesem Vorgang verbundene hohe Anfangsfestigkeit dieser Klebung, auch als „Soforthaftung“ oder „Tack“ bezeichnet. Verbunden mit einem kurzzeitigen Anpressen mit entsprechendem Druck lässt sich diese Haftung deutlich steigern. Härtungsreaktionen wie bei chemisch reagierenden Klebstoffen, eine Abkühlung wie bei Hotmelts und wärmeaktivierbaren Klebstoffen oder die Verdunstung eines Dispergier- oder Lösemittels finden nicht statt. Fehlklebungen aufgrund von Fehlern im Klebprozess kommen deutlich weniger vor, da Faktoren wie Mischungsverhältnisse, Dosierungen und die Temperaturführung während der Aushärtung wie bei anderen Klebstoffen nicht berücksichtigt werden müssen. Ein Fertigungsrisiko durch einzuhaltende „Topfzeiten“ wie bei zweikomponentigen Klebstoffen oder der „Hautbildezeit“ wie bei feuchtigkeitsvernetzenden Systemen ist ebenfalls ausgeschlossen. Ein weiterer Vorzug ist die Spannungsfreiheit der Klebung. Insgesamt zeigt die Anwendung von Haftklebebändern im industriellen Einsatz bei sachgerechter Anwendung eine hohe Prozesssicherheit.

Am 4. Juni 2013 haben sich verschiedene Hersteller von Haftklebebändern unter dem Dach des Ausschusses für Technik im DVS zusammengeschlossen, um als Gremium gemeinsam für alle Fragen entlang der gesamten Prozesskette, von der Herstellung über die Auslieferung, Lagerung beim Kunden bis hin zur Verarbeitung und Anwendung Regelwerke zu erarbeiten. In besonderem Interesse steht hierbei die Erfassung ausschließlich der doppelseitigen Haftklebebänder im Hochleistungsbereich, der Umgang mit Datenblättern, die Beständigkeit der Haftklebebänder gegen Reinigungsmittel, ferner Fragen zu klebtechnischem Personal auf der Kundenseite. Im besonderen Regelungsinteresse liegen auch Fragen zum Klebstofffilm, zur Lagerung von Haftklebebändern und zur Klebstoffalterung.

Weitere Tätigkeitsfelder der Arbeitsgruppe:
  • Bündelung der Interessen und Erfahrungen der Unternehmen;
  • Intensiver Wissensaustausch der Mitgliedsunternehmen und der beteiligten Forschungsstellen;
  • Erarbeitung von Richtlinien u.a. zu den Themen: Qualitätsanforderungen in der Haftklebebandanwendung;
  • Erarbeitung von technischen Merkblättern;
  • Formulierung von Forschungsbedarf zum Thema „Haftklebebänder“
  • Einbringung konkreter Forschungsideen in den Gemeinschaftsausschuss „Klebtechnik“ der AiF- Mitgliedsvereinigungen DECHEMA, FOSTA, iVTH und der DVS-Forschungsvereinigung
Ansprechpartner V 8.2 Haftklebebänder
Kontakt DVS Ass. jur. Marcus Kubanek
Telefon: 0211 1591 120
Obmann Dr. Karsten Seitz
Stellvertretender Obmann Dr. Andreas Meier
Struktur Arbeitsgruppe V 8 „Klebtechnik”
3 Gremien