DVS Gemeinschaftsarbeitsgruppe V2.4.8/V6.8 "Lichtbogenlöten"
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LICHTBOGENLÖTEN

Das Lichtbogenlöten wird üblicherweise an oberflächenveredelten Feinblechen aus Stahl eingesetzt. Durch die niedrige Schmelztemperatur des Lotes (910 – 1040 ° Celsius) wird eine geringe Schädigung der Beschichtung, sowie eine geringe thermische Belastung der Bauteile erreicht. Die verwendeten Zusatzwerkstoffe sind weitgehend unempfindlich gegen Korrosion. Beim Lichtbogenlöten kommt es zu keiner wesentlichen Aufschmelzung des Grundwerkstoffes und es sind üblicherweise keine Flussmittel erforderlich.


Einteilung der Lichtbogenlötprozesse nach Energieträgern


Ansicht einer MSG-Lötnaht

Prozesse:

MSG-Löten

Das MSG-Löten unterscheidet sich vom MIG- oder MAG-Schweißen durch den Einsatz von Drahtelektroden auf Kupferbasis als Zusatz. Es kann in der Kurz- und Impulslichtbogentechnik in allen Positionen eingesetzt werden.

 

WIG-Löten

Beim WIG-Löten wird stabförmiges (manuell) oder drahtförmiges (mechanisiert) Lot in den Lichtbogen geführt. Wannenlage und Fallnaht sind vorzuziehen.

 

Plasmalöten

Das Plasmalöten ist dem WIG-Löten ähnlich. Der Lichtbogen wird durch eine Plasmadüse zusätzlich eingeschnürt und erhält dadurch eine höhere Energiedichte. Damit sind schmalere Nähte und eine höhere Lötgeschwindigkeit möglich. Beim Plasmaheißdrahtverfahren wird zusätzliche Energie durch eine Widerstandserwärmung des Zusatzes erzielt. Es ist eine weitere Steigerung der Lötgeschwindigkeit möglich.

 

Grundwerkstoffe:

Das Lichtbogenlöten kann an unbeschichteten und metallisch überzogenen Stahlfeinblechen bis zu einer Dicke von 3mm eingesetzt werden. Die Beschichtungsdicken sollen 15mm nicht wesentlich übersteigen.

Lotwerkstoffe:

Zusätze zum Lichtbogenlöten werden meist in Drahtform mit einem Durchmesser von 0,8 bis 1,2 mm eingesetzt.

Die Drahtelektroden sind auf Spulen mit 15 kg Gewicht oder in Fässern mit 200 kg Inhalt erhältlich.

Bezeichnung, Werkstoffnummer

Schmelzbereich

[°C]

Streckgrenze Rp0,2

[N/mm²]

Zugfestigkeit Rm

[N/mm²]

SG-CuSi3

910 – 1025

> 120

340 - 460

SG-CuAl8

1030 – 1040

180

380 - 450

Tabelle: Übliche Zusätze zum Lichtbogenlöten (Auszug aus Tabelle 5 von DVS 0938-1)

Schutzgase:

Zum Lichtbogenlöten wird Argon oder Argon mit Beimengungen von CO2 oder O2 eingesetzt.

Stoßarten:

Die Lichtbogenlötprozesse erlauben das Verbinden von Blechen und Bauteilen mittels Kehl-, Bördel- und I-Naht. Das Löten an verformten, unter Zugspannung stehenden Konturen ist wegen der Gefahr der Lötrissigkeit zu vermeiden.

Bilder: Nahtformen

Arbeitsschutz:

Es sind geeignete Arbeitsplatzabsaugungen erforderlich und gegebenenfalls Schutzgasbrenner mit integrierter Absaugung zu verwenden. Es gilt die Unfallverhütungsvorschrift BGV D1.

 

MSG-Löten am VW-Golf

Die angeführten Texte und Bilder stellen einen Auszug aus den DVS-Merkblättern DVS 0938-1 „Lichtbogenlöten – Grundlagen, Verfahren, Anforderungen an die Anlagentechnik“ und DVS 0938-2 „Lichtbogenlöten – Anwendungshinweise“ dar.

Bild: Mitarbeitende Fachleute (München 2003)

Ansprechpartner V 2.4.8 Lichtbogen-Löten
Kontakt DVS Dipl.-Ing. Jens Jerzembeck
Telefon: 0211 1591 173
Struktur Arbeitsgruppe V 2 „Lichtbogenschweißen”
34 Gremien